... im häuslichen Bereich!

Wer Waffen oder Munition besitzt, hat die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, dass diese Gegenstände abhanden kommen oder Dritte sie unbefugt an sich nehmen.

Schusswaffen dürfen nur getrennt von Munition aufbewahrt werden. Ausgenommen ist die Aufbewahrung in einem Tresor der Sicherheitsklasse 0 (DIN/EN 1143-1). Diese Schränke besitzen einen mehrwandigen Korpus, eine dreiwandige Tür und eine dreiseitige Verriegelung durch massive Schließbolzen. Bei einem Schrankgewicht unter 200 kg sind die Schränke im Boden oder an der Wand zu verankern.

Bis zu 10 Langwaffen - also Gewehre - dürfen in einem Behälter der Sicherheitsstufe A aufbewahrt werden. Dies sind einwandige Stahlschränke mit einseitiger Verriegelung durch Schließbolzen.

Bis zu 5 Kurzwaffen - also Pistolen und/oder Revolver - dürfen auch in einem Behälter der Sicherheitsstufe B aufbewahrt werden. Dies sind doppelwandige Stahlschränke mit einseitiger Verriegelung durch Schließbolzen.

Munition darf nur in einem Stahlblechbehälter (ohne Klassifizierung) mit einem Schwenkriegelschloss oder einem gleichwertigen Verschluss aufbewahrt werden.

Besitzen die Stahlschränke der Sicherheitsstufe A ein Innenfach der Sicherheitsstufe 0 oder B, dürfen darin bis zu 5 Kurzwaffen sowie die Munition für alle Waffen gelagert werden.

Grundsätzlich sind alle Behälter an der Wand oder am Boden zu verankern.

Die gemeinschaftliche Aufbewahrung von Waffen und/oder Muntion durch Personen, die dazu berechtigt sind und in einer häuslichen Gemeinschaft leben, ist zulässig.

Die zuständige Genehmigungsbehörde kann von dem Waffenbesitzkarteninhaber jederzeit Auskünfte zu der Art der Verwahrung der Schusswaffen verlangen. Sind der Behörde Tatsachen bekannt, die auf eine unsachgemäße Verwahrung von Schusswaffen schließen lassen, kann die Behörde die Art der Verwahrung bei dem Waffenbesitzer kontrollieren. Ein Recht der Behörde auf verdachtsunabhängige Stichprobenkontrollen wurde inzwischen gesetzlich verankert.